Dialog mit Folgen: Leipziger Kreativwirtschaft und Wirtschaftsförderung wollen Zusammenarbeit ausweiten
Zuhören, Kontakte knüpfen, Bedürfnisse erkunden – so beschrieb Michael Körner, Projektleiter Neue Medien im Amt für Wirtschaftsförderung seine Rolle bei der ersten übergreifenden Podiumsdiskussion zum Thema Kreativwirtschaft in Leipzig. Über 70 Vertreter dieser aktuell heiß umworbenen Branche, darunter Journalisten, Webdesigner, Werber, Journalisten, Grafiker, Event-Manager sowie Entwickler und Programmierer trafen sich am 17. Oktober im historischen Joseph-Konsum, um unter anderem die Frage zu diskutieren: „Überleben in der 0 Euro-Wirtschaft“. Ausgelotet wurden dabei neue Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsmodelle – gerade vor dem Hintergrund der zahllosen Kostenlosangebote im Internet.
Prominente Referenten aus den Bereichen Web 2.0., Musik, Hörfunk, Literatur, Games sowie Fotografie stellten ihre Projekte und Geschäftsmodelle vor und zur Diskussion. Claudius Nießen, Literaturmanager und Ko-Autor des sächsischen Kulturwirtschaftsberichtes forderte einen dauerhaften Dialog: „Keine Frage, Leipzig ist ein guter Ort für Kreative, die sehr heterogene Szene braucht aber einen ständigen Dialog untereinander und mit den zuständigen Behörden der Stadt Leipzig.“ Damit rannte er bei Wirtschaftsförderer Körner offene Türen ein: „Wir müssen eine ständige Plattform und Anlaufstelle für diese Branche schaffen. Nur, wenn wir Nöte, Wünsche und Bedürfnisse erkennen, über Trends und Strukturen auf dem Laufenden sind, können wir zeitgemäß reagieren: Zum Beispiel den Aufbau der Infrastruktur unterstützen. Für die Stadt Leipzig ist dieser Wirtschaftszweig enorm wichtig. Wenn wir es schaffen Innovationen zu fördern, werden wir gleichzeitig Arbeitsplätze sichern.“
Informationen: http:// www.schreibfabrik.de/leipzigs_kreative.php
Leipzig, 20. Oktober 2009

