(Berlin/Leipzig, 17. November 2011) Riesenerfolg für Leipziger Startup: snippy, die Kurzgeschichten-App für’s iPhone des Verlegers Andre Hille, ist am 17. November auf dem “e:publish – Der Kongress für Neues Publizieren” in Berlin zum innovativsten Unternehmen der Buchbranche gekürt worden. Für die hochkarätige Auszeichnung BDUIP (Buch Digitale Innovation Pitch) hatten sich sechs Projekte aus ganz Deutschland beworben. Die 200 Kongressteilnehmer sowie eine Fachjury waren aufgerufen, den Sieger zu ermitteln. Das Leipziger Unternehmen gewann mit großem Vorsprung.
Andre Hille, Geschäftsführer der snippy GmbH, nach der Preisverkündung: “Das ist ein toller Erfolg für unser Team. Damit wird ein Jahr harter Arbeit und unsere Vision belohnt, Technologie und Literatur zusammen zu bringen.”
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Stammtisch mit Kultur
Susanne Kucharski-Huniat ist aus Leipzig Kulturszene nicht mehr wegzudenken. Seit 1994 leitet sie das Kulturamt der Stadt Leipzig. Am 17. Oktober war sie zu Gast beim Stammtisch des AVP Sachsen/ Sachsen Anhalt/ Thüringen. Zehn Teilnehmer aus Verlagen und Vereinen kamen ins Szene-Restaurant MIO im Leipziger Musikerviertel und folgten dem sehr interessanten Vortrag des Gastes. Der zunächst mit erschreckenden Zahlen aufwartete. So habe sich die Mitarbeiterzahl des Amtes seit 1994 von 119 auf 23 verringert. Gleichzeitig sei die Zahl der Aufgaben und Projekte eher noch gestiegen, so die Amtschefin. Eines der schwierigsten Aufgabenfelder ist die Kulturförderung der freien Szene. Rund 350 Anträge laufen jedes Jahr beim Amt ein. Insgesamt werden 6,8 Millionen Euro beantragt. Aber „nur“ rund 4 Millionen Euro stünden zur Verfügung. „Bei der Verteilung der Fördergelder kann man es einfach keinem Recht machen“, so Kucharski-Huniat. „Und Dennoch kann ich mir keinen besseren und interessanten Beruf vorstellen.“ Besonders am Herzen liegen der Amtsleiterin derzeit zwei Projekte. Zum einen der Bau des Leipziger Einheitsdenkmals und zum anderen das EU-Projekt „Creative Cities“, das noch bis Ende 2012 läuft und die Förderung der Kreativwirtschaft im Blick hat. Kurzes Fazit des Abends: Obwohl der Kulturförderung und damit auch der Unterstützung von Verlagen enge, zumeist finanzielle, Grenzen gesetzt sind, trafen die Stammtischteilnehmer auf eine Kulturamtsleiterin, die eben jene Beschränkungen durch Kompetenz, Offenheit und Gesprächsbereitschaft tagtäglich wettmachen möchte.
Die Veranstalter der internationalen Medienkonferenz Frankfurt StoryDrive ziehen eine überaus erfolgreiche Bilanz. Mehr als 400 Teilnehmer aus 10 Ländern toppen das Premierenjahr 2010 deutlich. “Wir sind sehr zufrieden”, sagt StoryDrive-Leiterin Britta Friedrich. “In diesem Jahr kam alles zusammen: Top-Referenten, ein praxisorientiertes Angebot und ein aufgeschlossenes Publikum aus allen Mediensegmenten“. Sei es im Vorjahr eher um die theoretischen Grundlagen gegangen, hätten 2011 vor allem praxisorientierte Angebote im Mittelpunkt gestanden, so Friedrich. Publikumhits waren vor allem jene Veranstaltungen, die den Erfolg transmedialer Projekte dokumentierten. So zum Beispiel die Präsentation des kultigen Computerspiels “Der große Gatsby“, das auf dem gleichnamigen US-Literatur-Klassikers von Francis Scott Fitzgerald basiert; die Case Study “Enhance the Book!” sowie die Masterclass mit Transmedia-Visionär Louis-Pierre Pharand (UBI Workshop).
“Clouding: Wunder oder Wolke” heißt eine Diskussionsrunde im Rahmen der All-Media-Konferenz Frankfurt StroyDrive.
Glaubt man jüngsten Erhebungen des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft Eco ist die neue Technologie nicht ohne Risiko. Euphorischer äußert sich die internationale Gamesindustrie. Fast parallel haben in den letzten Wochen Square Enix-Präsident Yoichi Wada und THQ-CEO Brian Farrell den Siegeszug vom Spielen in der Wolke prognostiziert. Dazu passt die Nachricht, dass der US-Spielestreaming-Anbieter Onlive nun auch in Europa verfügbar ist..
Sie haben die weltweit größten Spielemessen gamescom und Tokyo Game Show dominiert – Spiele für mobile Endgeräte. Die Experten prognostizieren übereinstimmend einen regelrechten Boom für die nächsten Jahre. Um rund 17 Prozent pro Jahr sollen die weltweiten Einnahmen durch mobile Games etwa auf Mobiltelefonen steigen, erwarten die Marktforscher von PricewaterhouseCoopers (www.pwc.de) für die Jahre 2011 bis 2015. Laut einer Prognose von ABI Research (www.abiresaerch.com) wachsen die Umsätze von mobile games-Anbietern bis 2016 auf 16 Milliarden US-Dollar. Bis zum Jahr 2015, so die Berechungen von Gartner (www.gartner.com), wächst der Anteil von Spielen für Smartphones und Tablets am Gesamtmarkt von heute 15 auf 20 Prozent.
Technologie trifft Inhalt. Die besonders in Japan populären Handyromane sind ein aktuelles Beispiel für die wachsende Popularität von Werken, die ihren Ursprung nicht auf Manuskriptpapier, sondern als online verfügbare Inhalte haben. Seit 2002 machte die neue Form der elektronischen Literatur Schlagzeilen. 2007 befanden sich auf der japanischen Belletristik-Bestsellerliste unter den zehn meistverkauften Büchern des Jahres allein fünf Handyromane. In der Praxissession „Always on the run. Mobile Content Solutions.“ analysiert die Frankfurter Japanologin Johanna Mauermann die Wechselwirkung zwischen neuen technischen Entwicklungen und literarischen Formaten und geht der Frage nach, ob sie als ein Indikator für ein sich wandelndes Literaturverständnis zu werten sind.
Von der Konsole in den Konzertsaal: Was einst als Untermalung mit synthetischen Klängen begann, ist heute längst auf Augenhöhe mit Film- und klassischer Musik.
Computerspielemusik begeistert renommierte Orchester und füllt weltweit die Konzertsäle. Spätestens nach Spiele-Hits wie „Max Payne“ oder „Fahrenheit“ hat Musik ihre zentrale Rolle für Storytelling und Gamedesign manifestiert.
Chris Hülsbeck ist Pionier und einer der wichtigsten Komponisten der Computerspielemusik. In der Talkrunde “Hier spielt die Musik: No music, no Business“ wird er auf der All-Media-Konferenz StoryDrive Einblicke in seine Arbeit als Komponist geben:
Was verbindet Computerspielemusik mit Filmmusik, wo liegen die Unterschiede? Wie gelingt es, bei einer Spieldauer von bis zu 100 Stunden eine angemessene, den Spielfluss fördernde Musik zu schreiben? Wie reagiert der Videospielkomponist musikalisch auf die Handlungen des Spielers? Welche Herausforderungen gibt es beim neuen Supertrend Mobile Gaming? Und was kann ein Computerspielekomponist für die Buchbranche tun? (www.huelsbeck.com)
Gast dieser Runde ist auch Brooke Geahan von dem New Yorker Start Up Booktracks, das die Welt der E-Books revolutionieren will. Eine neuartige Technologie macht‘s möglich und liefert individuell aufbereitete Musik-Einlagen und Sound-Effekte für elektronische Bücher. Booktrack variiert zwischen Instrumentalmusik, Umgebungsgeräuschen wie Straßenverkehr oder Soundeffekten wie zum Beispiel knisterndes Feuer. (www.booktrack.com)
Talk „Hier spielt die Musik: no music, no nusiness“,
Mittwoch, 12. Oktober, 14.00 bis 14.45 Uhr
Der G.A.M.E. – Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e. V. ist Kooperationspartner der internationalen Medien-Konferenz StoryDrive im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Am 12. und 13. Oktober reflektieren hier hochkarätige Medienmacher aus den Segmenten Games, Buch, Film/TV und Musik unter dem Motto „Storytelling & Storyselling“ in rund 30 praxisbezogenen Veranstaltungen das Zusammenwachsen der Entertainmentbranchen. Zum Themenschwerpunkt Games haben sich maßgebliche Köpfe der Branche angesagt, darunter Gabe Zichermann, Louis-Pierre Pharand, Matias Myllyrinne, Alexander Fernandez und Nils-Holger Henning.
Für Nils-Holger Henning ist die Sache klar: „StoryDrive bietet die einzigartige Möglichkeit für Medienschaffende, sich über Geschäftsmodelle, Projekte und Erfahrungen auszutauschen und dadurch Synergien branchenübergreifend zu suchen.“ Der CCO von Bigpoint wird auf der internationalen Medienkonferenz im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die Master Class „Storyselling: Der perfekte Pitch“ leiten und dabei den Teilnehmern anhand von Beispielen aus dem eigenen Haus aufzeigen, was zu einem perfekten Pitch gehört und wie man branchenübergreifend Synergien schafft. (Donnerstag, 13. Oktober, 15 Uhr)
“Games sind das neue Massenmedium”, sagt Gabe Zichermann. Geht es nach dem Vordenker aus New York, so befinden wir uns bereits im Zeitalter der “Gamification”. Auf der All-Media-Konferenz Frankfurt StoryDrive 2011 wird Zichermann in einer Keynote (Donnerstag, 13. Oktober, 10.00 Uhr) deutlich machen, warum „Gamificiation“ das große Ding der Stunde ist und wie die „gameful experience“ unser Leben besser macht.

